Vorbereitung für den Halbmarathon in Hannover

Vorbereitung für den Halbmarathon in Hannover

25. Januar 2018 Sport 3
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Wie bereits in meinem letzten Beitrag erzählt, laufe ich im April meinen ersten offiziellen Halbmarathon in Hannover, 21,1 km (Vorhaben Numero 14). Das letzte Mal, dass ich so eine lange Strecke hingelegt habe, ist schon ein paar Jahre her – ich glaube so 3-4 Jahre – da habe ich locker mal die 20 geknackt und bin ohne viel Tamtam über den Boden geschwebt. Heute würde ich die letzten 7 oder 8 Kilometer vermutlich kriechen. Tatsächlich ist der letzte längere Lauf noch gar nicht sooo lange her. Ich glaube September letzten Jahres waren es 18 Kilometer und das war schon erstaunlich, weil ich das erste halbe Jahr in Malaysia so oft joggen war, dass ich es an einer, höchstens zwei Händen abzählen kann. Sprich manchmal hat man auch ohne Training einen guten Tag und viel Energie. Aber darauf vertrauen werde ich nicht.

Es sind jetzt also noch knapp 11 Wochen, genug Zeit zur Vorbereitung. Nur an Motivation mangelt’s mir aktuell ein wenig.
Woran es liegt?
Ich hab keinen Schimmer.
Krafttraining macht mir momentan doch etwas mehr Spaß. Da reicht mir das schnelle 10-minütige Warmlaufen. Aber ich weiß, dass ich, wenn ich mich erstmal ein bisschen quäle, die Freude am Laufen zurückgewinne. Irgendwann will ich ja schließlich auch mal einen ganzen Marathon hinlegen. Wenn ich aktuell darüber nachdenke, geht’s ein bisschen mit mir durch. Haha. Aber ich denke, der Kampf lohnt sich.
But first, the half of it.

Nächste Challenge: Neue Umstände und misslungene Jahresvorhaben

Jammern hilft jedenfalls nicht,  ich hab mir einen Plan zusammen gestellt, der mich in 10 Wochen für einen Halbmarathon vorbereitet. Ich denke, dass die Zeit, die ich mir vorgenommen habe (ich will sie noch nicht verraten, weil es mich so unter Druck setzt!!), angesichts meiner Laufvergangenheit nicht unrealistisch ist. Ab Februar habe ich einen neuen Job, der mich täglich etwa zwei Stunden Pendelzeit kostet. Ich habe ja die Hoffnung, dass ich meine morgendliche Frühaufsteh-Motivation wiederbeleben kann und dann auch mal um 6 eine Stunde an der beleuchteten Straße langlaufe (es sollte dann ja auch irgendwann wieder früher hell werden, bitte!). Laufband wäre abends die Alternative und bei der Vorstellung vergeht mir schon jetzt jegliche Lust von dem bisschen Lust, das überhaupt vorhanden ist – wenn es nicht gerade um Intervalle geht. Zumal die Zeit am Abend wirklich kostbar ist, wenn man elf Stunden unterwegs ist. Mein Zu-Bett-Geh-Plan (Numero 9) ist bisher ja leider auch eher gescheitert. Ich war öfter nach als vor 12 im Bett. Ich lege also mein ganzes Vertrauen in meine Vernunft, wenn es dann im Februar wieder ernsthaft losgeht und ich einen geregelten Tagesablauf habe.

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Unter der Woche macht es dann Sinn, kürzere Läufe und Intervallläufe einzuplanen, einfach weil am Wochenende in der Regel kein Zeitdruck besteht, wenn ich an einem Samstag oder Sonntag lange Distanzen laufe.

Mein Trainingsplan zur Halbmarathon-Distanz

Der Plan ab nächster Woche ist folgender

KW 5
Montag oder Dienstag: Lockerer Dauerlauf (30 min)
Donnerstag oder Freitag: Lockerer Dauerlauf (40 min), am Ende 3x100m Intervalle
Samstag oder Sonntag: Langsamer Dauerlauf (60 min)

KW 6
Montag oder Dienstag: Lockerer Dauerlauf (30 min)
Donnerstag oder Freitag: Dauerlauf in wechselnder Geschwindigkeit (40 min)
Samstag oder Sonntag: Langsamer Dauerlauf (60 min)

KW 7
Montag oder Dienstag: Lockerer Dauerlauf (30 min)
Donnerstag oder Freitag: Dauerlauf in wechselnder Geschwindigkeit (50 min)
Samstag oder Sonntag: Langsamer Dauerlauf (60 min)

KW 8
Montag oder Dienstag: Lockerer Dauerlauf (35 min)
Donnerstag oder Freitag: Dauerlauf in wechselnder Geschwindigkeit (50 min)
Samstag oder Sonntag: Langsamer Dauerlauf (75 min)

KW 9
Montag oder Dienstag: Lockerer Dauerlauf (35 min)
Mittwoch: 5x400m Intervalltraining, je 3 min Trabpause, 10 min langsames Ein- und Auslaufen
Donnerstag oder Freitag: Lockerer Dauerlauf (20 min)
Samstag oder Sonntag: Langsamer Dauerlauf (75 min)

KW 10
Montag oder Dienstag: Lockerer Dauerlauf (40 min)
Donnerstag oder Freitag: Lockerer Dauerlauf (50 min)
Samstag oder Sonntag: Langsamer Dauerlauf (80 min)

KW 11
Montag oder Dienstag: Lockerer Dauerlauf (35 min)
Donnerstag oder Freitag: Dauerlauf in wechselnder Geschwindigkeit (50 min)
Samstag oder Sonntag: Langsamer Dauerlauf (90 min)

KW 12
Montag oder Dienstag: Lockerer Dauerlauf (35 min)
Donnerstag oder Freitag:: 5x600m Intervalltraining, je 4 min Trabpause, 10 min langsames Ein- und Auslaufen
Samstag oder Sonntag: Langsamer Dauerlauf (120 min)

KW 13
Montag oder Dienstag: Lockerer Dauerlauf (30 min)
Donnerstag oder Freitag:: 5x800m Intervalltraining, je 5 min Trabpause, 10 min langsames Ein- und Auslaufen
Samstag oder Sonntag: Langsamer Dauerlauf (90 min)

KW 14
Montag oder Dienstag: Lockerer Dauerlauf (30 min)
Mittwoch: 5 km Halbmarathon Geschwindigkeit
Donnerstag oder Freitag: Dauerlauf in wechselnder Geschwindigkeit

Sonntag: Halbmarathon

Auf der Suche nach Motivation

Wie gesagt, meine Motivation hält sich aktuell in Grenzen. Auch wenn die letzten Läufe wirklich gut und für meine Verhältnisse schnell waren (Lag vielleicht auch daran, dass es dunkel war. Haha. Sicherlich profitiere ich auch vom Kraftaufbau in den Beinen.) – es mangelt an Leidenschaft.  Es liegt jedenfalls nicht unbedingt an dem „Ich kann nicht mehr“, sondern mehr an dem „Grade mal 10 Minuten puuuh … 10 Minuten und 30 Sekunden – was?!“

In meinen Hochphasen bin ich einfach gelaufen. Scheiß auf die Zeit, scheiß auf die Distanz, scheiß auf die Pace – einfach weiter, bis du nicht mehr kannst. Und heute kann es gar nicht schnell genug vorbei sein. 40 Minuten vorgenommen, 40 Minuten und nicht eine Sekunde länger durchgezogen.
Dabei sollte die Anmeldung zum Halbmarathon ja Motivation genug sein.

Gorch Fock Marathon Vorbereitung-Laufen-Halbmarathon Hannover 2018 Joggen Training Pretty Pure Pleasure prettypurepleasure 10 Kilometer Wilhelmshaven Distanz
Bisher hatte ich beim Laufen nie diesen Wettkampfdruck. Als ich damals meinen ersten offiziellen 10 Kilometerlauf gelaufen bin, hätte ich locker noch 10 km dran hängen können. Ich war so fit, da gab es gar keinen Zweifel. Meinen zweiten 10 Kilometerlauf lief ich nach 3-wöchiger bewegungsunlust- und dann krankheitsbedingter Pause. Da dachte ich „Kein Wunder, wenn es nicht klappt. Aufgeben ist eine realistische Option und nicht schlimm.“ Hat trotzdem funktioniert. Wie bei allem, sei es Lernen für Klausuren, Präsentationen, Meetings & Co fehlt mir wohl einfach der Druck oder die wachrüttelnden Tiefschläge. Dieser Halbmarathon-Plan sollte das regeln. Kann ja schlecht von einem auf den anderen Tag 21,1 km laufen. …von daher hab ich mir hiermit den Druck offiziell selber aufgebaut. Schwarz auf weiß, für jeden einsehbar.
Let’s do this.

3 Antworten

  1. I like this weblog so much, saved to my bookmarks. „Nostalgia isn’t what it used to be.“ by Peter De Vries.

  2. Steffi sagt:

    Wie schön, dass wir gemeinsam den Halbmarathon letztes Jahr absolviert haben! Du warst meine beste Motivation! 🙂

    • Pretty Pure Pleasure sagt:

      Hach, Steffi, du bist ein Schatz! <3 Es war so eine verrückte Begegnung! Und wir haben uns so gepusht, besser hätte es nicht laufen können.:*

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