Mit 18 Vorhaben ins Jahr 2018

Mit 18 Vorhaben ins Jahr 2018

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Zu Weihnachten hab ich mir für das Jahr 2018 einen schon lange ersehnten Wunsch erfüllt, der auch etwas mit meinen Vorhaben zu tun hat. Ein eigener Blog. Tatsächlich ist das hier nicht mein Erster, ich hatte mir mit jungen 14 oder 15 Jahren schon einmal einen aufgebaut. War zwar mehr ein Fanblog und nicht sehr professionell, aber es geht dabei ja vor allem um die persönliche Freude – und die hatte ich. Ungezwungen zu schreiben und mich mit anderen auszutauschen, neue Menschen kennen zu lernen.

Damals hab ich so eine pure Begeisterung fürs Schreiben entwickelt, dass ich Raum und Zeit vergessen konnte. Nicht ganz unabhängig davon ist nach meinem Abitur die Wahl für mein Studium auf Medienwirtschaft & Journalismus gefallen. Schreiben… am liebsten mit Online-Bezug. Das und ein weiteres Master-Studium habe ich mittlerweile in der Tasche und seit Jahren blogge ich bereits beruflich, bin die vorurteilshaften Sprüche gegenüber Blogger also gewohnt. Mit Pretty Pure Pleasure will ich mich wieder privat daran wagen. Die Umsetzung war jetzt recht impulsiv, auch wenn ich schon länger daran gedacht habe. Wenn hier also irgendwas noch nicht funktioniert, ist das eben grad noch so.

 

Ich bin kein Fan von Vorsätzen, Vorhaben passt besser

Ich persönlich finde es furchtbar, sich fürs neue Jahr Vorsätze zu machen. (Und irgendwie bin ich auch schon wieder viel zu spät dran!) Diese Bedingung, dass erst ein neues Jahr starten muss, um Dinge zu verändern, ist in meinen Augen nur bedingt sinnvoll. Vorsätze zeitlich abhängig zu machen, spricht (finde ich) nicht für die Motivation, die es bedarf, um wirklich mit dem Rauchen aufzuhören, wirklich mehr Sport zu treiben und wirklich gesünder zu essen. Viele scheitern relativ schnell an ihren Neujahrsvorsätzen. Und dann ist die Frustration groß.

Aber da es sich zeitlich nun mal grade anbietet, Dinge zu verändern, hab ich mir auch eine Liste gemacht.
Eine Liste mit 18 Vorhaben.

Viele typische und zwingend veränderungsbedürftige Laster hab ich nicht, die mich persönlich stören. Ich rauche nicht, esse ausgewogen und bin recht sportlich (um mal die klassischsten Vorsätze zu bedienen).
Kaffee trinken sehe ich zwar als Sucht, aber ist für mich definitiv nicht schlimm genug und einfach viel zu lecker, um darauf zu verzichten. Haha. Trotzdem gibt es ein paar Sachen, die ich mir vornehme.

 

Mir wird ständig vorgehalten, dass ich zu wenig erzähle

1. Ein Vorhaben, das mich schon jetzt viel Überwindung kostet: Mehr aus mir rauskommen. Und dazu soll diese Plattform maßgeblich ihren Anteil haben. Viele Freunde und Bekannte von mir sagen immer, ich erzähle zu wenig von mir selbst. Stimmt auch. Über die Jahre ist mein (vor)lautes Temperament immer leiser geworden, ich war mehr stille Zuhörerin. Keine Frage, ich höre gerne zu und denke, dass ich mich in der Rolle besser anstelle als manch anderer, aber ich mag mich auch laut und impulsiv. So lernen mich mittlerweile wirklich nur noch Menschen kennen, denen ich blind vertraue, bei denen ich sein kann, wie ich bin. Ich will mich nicht zwingend an mein Umfeld anpassen und leise sein müssen, weil ich andernfalls negativ auffalle. Dann falle ich halt negativ auf. Ich bin manchmal ein bisschen crazy und tollpatschig und ziehe Blicke auf mich, ja. Aber es schadet keinem. Und ich mag mich so.

2. Ich trinke wirklich nicht häufig, aber wenn Alkohol im Spiel ist, dann oft nicht wenig. Ich bin mit meinen 28 Jahren nun in so einem Granny Alter, wo das nicht mehr spurlos an mir vorbeigeht. Der nächste Tag ist dann verloren. Couchtag vom Feinsten. Und dafür ist mir meine Zeit einfach zu schade geworden. Also deutlich weniger Alkohol, ich sage bewusst nicht „keinen“. (Der Punkt stand vorher an erster Stelle. Hat mich dann doch etwas abgeschreckt. Haha.)

3. Passt dann aber auch ganz gut zu dem nächsten Punkt, nämlich Tage und Momente mehr wertzuschätzen. Eine Freundin hat das letzte Jahr über Instagram jeden Tag eine Momentaufnahme unter #appreciatingthegoodthings gepostet. Eine wunderschöne Idee und Möglichkeit, Dankbarkeit für die kleinen Dinge bewusster zu (er)leben. Absolut wichtig! Seit einigen Wochen schreibe ich mir abends (fast) täglich auf, wofür ich den Tag dankbar war und was mich glücklich gemacht hat. Und sei es „nur“ meine Gesundheit…

4. Neben mehr Dankbarkeit steht 2018 bei mir ganz im Sinne der Liebe. Gegenüber Familie und Freunden, aber vor allem auch gegenüber Fremden. Weniger Neid, weniger Missgunst. Ich ertappe mich immer mal wieder dabei, dass ich anderen ihr Glück nicht gönne. Absolut hässliche Eigenschaft, die ich mir unbedingt abgewöhnen will. Spricht auch für die eigene Unzufriedenheit, daher: Ein bisschen mehr Selbstliebe und mehr Liebe für alle.

5. Damit habe ich im letzten Jahr schon begonnen, soll aber vor allem in 2018 noch viel viel mehr an Stellenwert gewinnen: Allgemein an mir arbeiten. Sprich mich als Persönlichkeit besser kennen lernen, wer ich bin, was ich will und was mich erfüllt. Ich will mir bewusst mehr Zeit für mich nehmen. Früher konnte ich eigentlich sehr sehr gut und lange für mich alleine sein. Aufgrund meiner in Vollzeit arbeitenden Mama musste ich schon äußerst früh selbständig werden. (Oatmeal war damals schon meine Top 1.) Mittlerweile nutze ich die Zeit alleine oft nicht mehr wirklich sinnvoll. Sehr schade. 

6. Meinen Traumjob finden. Seit August hänge ich etwas in der Schwebe und komme nicht so richtig an. Vielleicht schreibe ich dazu mal etwas mehr, wenn ich nicht mehr ganz so im Ungewissen bin.

7. Ich will meine Schwächen akzeptieren und lieben lernen. Wie gesagt, ich bin unfassbar tollpatschig, verplant und vergesslich. Ich sag ja immer, das hab ich vererbt bekommen. Aber unabhängig davon, woher das kommt – das bin nun mal ich. Ich will gar nicht perfekt sein. Das was ich an anderen mag, ist eben nicht die Perfektion, sondern ihre imperfekte Menschlichkeit.

8. Und trotzdem will und brauche ich zu meiner Zufriedenheit mehr Organisation in meinem Leben. Weniger Ausschlafen, mehr langfristige Planung. Weniger Termindopplungen. Haha. Keine überfüllten E-Mail-Postfächer. Und einen Schreibtisch, der nicht unter einem Batzen Papierkram verschwindet. Ich kann mir nicht erklären, wie ich so organisiert arbeiten und zur Schule gehen konnte. Chaos ist bei mir Programm. 

9. Dazu gehört dann auch, früher ins Bett zu gehen. Aber nicht nur das – uff – mein Handy wird im Bett nicht mehr angerührt. Ich darf nur nicht vergessen, meinen Wecker schon vorher zu stellen, Haha. Sicher gut kombinierbar mit meiner Vergesslichkeit. Hat die letzten Tage eher so semi gut geklappt.

10. Morgens eine Stunde für mich. Ohne Social Media, ohne Fernseher, ganz alleine mit meinen Gedanken.

11. Mindestens einmal am Tag an die frische Luft.

12. Dann will ich wieder mehr backen. Wer mich kennt, weiß, dass ich gerne backe. Alles. Vor allem Geburtstagstorten, wenn auch nicht so professionell wie andere. Da geht es wirklich einfach um Spaß und Entspannung.

13. Was mich mittlerweile auch entspannt: Meditieren. Ich war nie spirituell oder esoterisch unterwegs, aber grade im Bezug auf persönliche Entwicklung ist Meditieren wirklich toll und hilfreich. Mache ich jetzt schon seit einigen Wochen und bin sehr sehr positiv überrascht. Das will ich weiter so beibehalten.

14. In meinen Zielen für 2018 steht: Einen Halbmarathon laufen. Ich bin schon angemeldet, am 8. April laufe ich in Hannover die 21,1 Kilometer. Blöd nur, dass ich seit Ewigkeiten nicht mehr laufen war. Ich muss also wieder mehr Routine ins Laufen kriegen. Bin grade mehr so der Fitnessstudio-Verfechter. Aber da es jetzt hier steht…

15. Mehr lesen, 12 Bücher dieses Jahr, pro Monat ein Buch sollte ja zu schaffen sein.

16. Ein bisschen mehr Stolz zeigen für Dinge, die mir gelingen und die ich gut mache. Komplimente annehmen und mich ruhig mal selber loben (für mich, leise!). Haha.

17. Bis Ende des Jahres will ich ein Lied auf dem Keyboard spielen können. Ein nicht so Leichtes. Ich hab tatsächlich 7 Jahre Unterricht gehabt, kann aber Stand heute genau noch ein einziges Lied darauf spielen, das nicht nur aus drei Noten besteht.

18. Und zu guter Letzt will ich reisen und Freunde in der Ferne besuchen. Mal sehen, wohin es mich verschlägt.

 

Somatische Marker sind Grund für fehlende Disziplin 🤓📓

Ich hab mir gestern einen Podcast von Matthias Niggehoff angehört („Lerne Psychologie“) und er erklärt wirklich plausibel, wie es klappt, Vorsätze – oder Pläne, Vorhaben – durchzuziehen und nicht direkt über Bord zu werfen, wenn man mal etwas nachlässiger damit umgeht. Nämlich wenn man der räumlichen Gewohnheit entflieht, in der Laster entstehen und gepflegt werden. Zum Beispiel verbinde ich meine Couch oder mein Bett in der Regel mit Entspannung und Essen. Liege ich also dort, mit dem Plan, zum Sport zu gehen, lässt sich mein Gehirn nur sehr schwer von dem Reiz abbringen, dass ich mir die Decke über die Beine werfe und nach der Chipstüte greife (Ich bevorzuge Schokolade, aber um das Klischee zu bedienen…). Heißt, man muss sich diesen Mustern bewusst werden und dann dagegen arbeiten.
Alles ganz ohne Druck. So der Plan.

 

7 Antworten

  1. sbobet sagt:

    Das ist ja mal ein informativer, sorgfältig mit Liebe zum Detail geschriebener Artikel. Vielen Dank! 🙂

  2. […] bereits in meinem letzten Beitrag erzählt, laufe ich im April meinen ersten offiziellen Halbmarathon in Hannover, 21,1 km (Vorhaben Numero […]

  3. Guten Tag. Danke für den umfassenden Artikel.Ich mag Deine Webseite!

  4. roulette sagt:

    Guten Morgen! Danke für diesen großartigen Artikel.Ich mag Deine Webseite!

  5. […] mit dem ich den Grundstein für viele weitere Veränderungen im letzten Jahr gelegt habe. Ja, ich habe den Großteil der 18 Vorhaben durchgezogen bis auf fünf – yes! Es hat etwas gedauert, bis ich an den Punkt gekommen bin, einfach zu […]

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