Ein Jahr pure Veränderung und Entwicklung

Ein Jahr pure Veränderung und Entwicklung

10. Februar 2019 Glitzer Persönliches 0

Der Blog hier war wie schon eingangs geschrieben ein impulsives Vorhaben. Seit dem ersten und zweiten Beitrag – mehr gibt es ja leider noch nicht, haha – gab es für mich ein paar grundlegende Veränderungen. Ich gehe nicht im Detail darauf ein und will mich gar nicht rechtfertigen. Das muss ich auch nicht. Es waren in dem Moment andere Dinge wichtiger für mich. Und die Entwicklung in dem vergangenen Jahr zeigt mir, dass ich mich in die richtige Richtung bewege. Allein die damalige Entscheidung, hier öffentlich zu schreiben, war für mich ein riesiger Schritt aus der Komfortzone und irgendwie Startschuss einer Zeit, die mein Leben mit vielen weiteren Entscheidungen um 180° auf den Kopf gestellt haben (wow – ich bin ein Held im Vermixen von Sprichwörtern).

Und dass ich diesen Beitrag hier nun öffentlich auf einer Plattform promote, auf der mich ein Großteil der Leute, die mir folgen, kennen, ist für mich eigentlich das Grenzmaß an Überwindung und liegt so weit ab von meiner Natur, dass ich mich seit Wochen davor gräme. Ich hab’s durchgezogen. Mir blieb aber auch nichts anderes übrig. Manchmal ist es von Vorteil, sich Arschtritte von außen zu holen. Ihr wollt nicht wissen, was die Konsequenz gewesen wäre, hätte ich es nicht getan. 😉

Der Schritt aus der Komfortzone

Eigentlich ist es ja ganz einfach. Mit allem, was uns Angst macht. Oft steht das, was man durchs Schwanz einziehen verpasst, gar nicht im Verhältnis zu den schlimmstmöglichen Konsequenzen, die eine Entscheidung begünstigt. Was kann passieren, wenn wir uns trauen, uns vor großer Masse zu präsentieren? Wenn wir unserem Schwarm endlich sagen, was wir empfinden? Wenn wir mal nicht Ja und Amen sagen? Alles, was uns nicht umbringt – und das ist eigentlich das einzige, wovor wir Angst haben dürften – ist machbar. Und grade wenn es um Dinge geht, die uns begeistern, sollten wir uns doch nicht wegen der Außenwelt davor scheuen. Das steht null im Verhältnis zu dem, was wir daraus mitnehmen und für uns gewinnen. Wie geil ist bitte das Gefühl, etwas durchzuziehen, von dem wir zunächst denken, dass wir dafür nicht gemacht sind, dass wir es nicht können, zu wenig Erfahrung, Wissen, Humor haben – whatever!

Ich kann mich so gut daran erinnern, wie ich in Malaysia auf Englisch einen Design Thinking Workshop vorbereiten und leiten musste. Wie ich drei Monate auf diese zwei Tage hingefiebert habe. Ich und zwei Tage am Stück flüssig auf Englisch präsentieren? Ich und jemandem was beibringen? Ich und einen Workshop leiten? Die werden mich auslachen. Die werden nicht das tun, was ich von ihnen verlange. Die Materialien sind nicht genug ausgereift. Ich saß den Abend davor mit Bauchschmerzen im Bett und hab mir die schlimmsten Szenarien ausgemalt. Es ist fast zwei Jahre her und Überraschung – ich bin nicht gestorben und anders als erwartet, lief es erstaunlich gut. Klar, war nicht alles perfekt, hier und da hat’s gehakt, aber – und das ist das viel Wichtigere – danach hab ich mich gefühlt wie die Queen und war so geflasht davon, etwas geschafft zu haben, von dem ich dachte, ich könnte es nicht.

Die größte Zeitverschwendung: Gedanken an vermeintlich schlechte Zukunftsszenarien

Und selbst wenn was schief läuft – na und? Wie heißt es so schön? Aus Fehlern lernt man; vom Boden kann man nicht fallen und und und.. (ok, mir fällt grad sonst nichts ein, haha) – viel schlimmer ist doch, wenn wir es nicht versuchen und im Nachhinein denken, was hätte, wäre, könnte gewesen sein, wenn…

Malaysia war der Anfang. Letztes Jahr bin ich nach einem 6-wöchigen Pilotprojekt einer Freundin zum Thema Persönlichkeitsentwicklung mit meinem ersten Blogpost einen weiteren Schritt aus der Komfortzone gegangen, mit dem ich den Grundstein für viele weitere Veränderungen im letzten Jahr gelegt habe. Ja, ich habe den Großteil der 18 Vorhaben durchgezogen bis auf fünf – yes! Es hat etwas gedauert, bis ich an den Punkt gekommen bin, einfach zu machen, Dinge auf mich zukommen zu lassen. Weniger darüber nachzudenken, was passieren könnte. Denn wenn nichts davon eintritt, hab ich mindestens eine Sekunde zu viel Zeit für etwas verschwendet, was mich in keinster Weise auch nur ansatzweise tangiert. Schade drum!

Ich hab nun für mich entschieden, nicht mehr dem Außen zu gefallen, sondern meinen Weg zu gestalten, wie ich Bock drauf habe. Es bleibt immer noch eine Überwindung und wird auch nach wie vor nicht einfach sein, mich der Öffentlichkeit so persönlich zu präsentieren. Doch ich weiß, dass ich mit jedem Schritt, den ich aus meinem gemütlichen Nest mache, innerlich mindestens 3000 Schritte weiterwachse. Wie langweilig und verschwenderisch wäre nämlich die Alternative…

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.